Umdenken & gesund in den Herbst - Corona aus Sicht von Yin & Yang.

Aktualisiert: Juli 29

Und jetzt vielleicht auch noch eine zweite Welle? Die anhaltende Corona-Krise nötigt uns dazu, wach und achtsam zu sein. Aber unternimmst Du neben Händewaschen, Masketragen, etc auch die richtigen Schritte, um gezielt deinen Körper & dein Immunsystem für den kommendne Herbst vorzubereiten?


Es gibt es einige Dinge, die Du tun kannst (s. Unten). Leg am besten heute damit los!

Hier aber errstmal der Kontext aus Sicher der Jahrtausende alten chinesischen Tradition:




Was die Raupe das Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt `Schmetterling`“ Lao-Tse.






Es ist Zeit umzudenken und unsere Lebenswise kritish zu überprüfen. Klar, jetzt ist Sommer, eine gewisse Leichtigkeit und "neue Normalität" hat sich eingestellt, aber die anhaltenden Einschränkungen nötigen uns doch dazu, uns langfristig zu positionieren. Haben wir zugelassen, dass diese „Zwangspause“ und lähmt, hindert, ängstigt, sorgt, nervt, sich wie verlorene Zeit anfühlt Existenzängste schürt? ODER haben wir entschieden, dass dieses noch nie in der Form dagewesene Ereignis eine Initialzündung ist, um radikaler zu werden, um umzudenken, Prioritäten zu setzen?


Es ist jedenfalls immernoch ein guter Zeitpunkt, um sich einige Dinge klar zu machen und die Vorgänge um uns herum als Spiegel zu betrachten, die uns etwas aufzeigen möchten. Wir leben in einer Scheinwelt, in dem vermeintlich der ewige Frühling herrscht. Im Frühling wächst alles, es ist die Zeit, in dem die Natur produktiv wird und vor Lebendigkeit strotzt. Wachstum, Wachstum und Wachstum. Ohne Pause, immer nach vor gehen, Wirtschaft, jeden Tag gleich produktiv sein, ständig immer mehr und neues Bauen, Schaffen, Tun, Dauer-Stress. Innovation, ja, dass ist der Geist des Frühlings.


Dabei gibt es auf der Welt keinen natürlichen Prozess, bei dem stetiges Wachstum möglich ist ohne Ruhephasen. Wenn wir mal die Natur betrachten, gibt es stehts Zeiten der Regeneration, meist in zyklischer Abhängigkeit von den Jahreszeiten... Die Blüten verwelken, eine Pflanze stirbt, im Winter zieht sich die Natur völlig in sich zurück…Ewiger Frühling ist kein langfristig erstrebenswerter Zustand, denn er ist nicht im Einklang mit den Prozessen des Universums. Hier wechselt sich alles ab, lebt im Dualismus zwischen hell-dunkel, kalt-warm, Tag-Nacht, Aktivität-Stille…Das kann man schon mal vergessen, wenn der Frühling sich wie Sommer anfühlt, heiß und unterbittlich trocken, dafür ein nasser Frühsommer, bei dem trotzdem Wasserniedrigstand herrscht, die Pflaumenerndte mal wieder für die Katz ist. Irgendwie ist alles durcheinander.


Frühling - in diesem Jahr vornehmlich die gesamte "Corona-Zeit" - ist die Zeit des Yang, das nach oben und außen Gerichtete, das Helle, das Heiße, Starke, Harte, alles Leistungsorientierte…Wir alle brauchen Schaffenskraft und Aktionsbereitschaft, die Energie eines Kindes: unermüdlich, unbedacht, immer nach vorne ausgerichtet. All das ist YANG-Energie bringt, allerdings brauchen wir mehr Balance. Zuviel Yang, also das unser gesamtes Gesellschaftliches Umfeld, produziert eine immense Trockenheit und Hitze. Ein gutlaufendes Getriebe muss braucht Schmieröl (Lebenssäfte sind Yin), Yang ohne Yin produziert laut der traditionellen Chinesischen Medizin eine toxische Hitze.


Das konnte man sich gerade recht gut veranschaulichen in der Corona-Zeit. Toxische Hitze, die ein Virus in uns auslöst, die Infektion bzw. “Entzündung“. Auch die Hysterie und Panik um diese Pandemie ist eine toxische Hitze. Nachdem letztes Jahr die „Lunge der Erde“, alle große Waldgebiete der Welt in Australien, USA, Sibirien und Amazonasgebiet lichterloh in Flammen standen (trockene Hitze), dann gabs einen zu warmen Winter und jetzt sind die Lungen der Menschheit durch ein Virus entzündet. Diese „Hitze-Symptome“ sind das Resultat von zuviel Yang.


Yin ist dagegen das, was DANACH passierte: Shut-down, Quarantäne, Ruhe, Pause, Regeneration, sein Immunsystem stärken und auf das nächste Update vorbereiten. HOLT DIE WELT SICH GERADE IHR YIN ZURÜCK? Die Wälder in Australien erblühten bereits erneut, gibt es doch besondere Samen, die teilweise erst durch Feuer ihre Initialzündung zum Erblühen erhalten. Die Natur weiß, dass es kein Leben ohne Anpassung an natürliche Zyklen gibt. Wir, als Spezies Mensch, erhalten, trotz aller Entbehrung oder teils auch gravierender Verluste von Existenzgrundlagen und geliebten Menschen, ein Geschenk, eine Einladung, uns zurück zu besinnen auf die wirklich wichtigen und grundlegenden Dinge des Lebens. Das wir uns haben, unseren Stamm, dass wir vielleicht auch weniger auskommen (das betrifft vor allem die Industrienationen), dass wir selbst Verantwortung für unsere Gesundheit und unser Immunsystem übernehmen können, um gestärkt in die Zukunft zu gehen.


Es ist durchaus möglich, dass diejenigen mit weniger Yin-Ressourcen auch weniger resistent gegen eine Krankheit wie Corona sind. Z.B. bei alten Menschen, die sich im Lebenszyklus im Rückzug (der Winter/Wasserphase) befinden. Es ist auch durchaus denkbar, dass geradedie USA durch die stark kühlende und toxische Lebensweise (Bewegungsmangel, Zucker, eiskalte Getränke, Fastfood, Tiefkühlware), am wenigsten so etwas wiedem COVID-19-Virus entgegensetzen kann: Alle Kräfte werden nach innen gerichtet und der Organismus ist möglicherweise weniger widerstandsfähig und erschöpft schneller. Bei jüngeren, gesunden Menschen, bei denen Yin und Yang noch ausgeglichener sind, laufen weniger Gefahr zu erkranken, beziehungsweise überstehen einen solchen Angriff auf ihr Immunsystem wesentlich rascher und auch weniger schwer. Kinder haben geradezu einen Überschuss an Yin-Energie: alles ist weich, frisch und lebendig. Allerdings ist mehr Yin nicht gleich besser. Zuviel Yin wirkt auf den Körper erschlaffend und stagnierend. Begünstigt wird das auch z.B. durch Bewegungsmangel und durch Verzehr überschüssiger Kohlenhydrate.


Gerade die von Corona betroffene Lunge ist eine Hitzeerscheinung, genauer eine Überhitzung der Lunge. In der TCM wird die Lunge (Husten, Lungenentzündung) mit dem Dickdarm (Durchfall) gepaart und beide sind dem Metall-Element zugeordnet. In der Lunge wird frische Luft aufgenommen (Zukunft) und verbrauchte Luft ausgeschieden (Vergangenheit).


Die Lunge ist dem Metall-Element zu geordnet welche ihre dominiernden Zeit im HERBST hat. Sprich, alle Astmatikerkinder haben oft die schwierigste Zeit in der feuchtkalten, temperaturschwankenden Herbstzeit. Hier ist die Lunge am meisten gefährdet. Wir sehen das an der Mnege von Infekten, die uns in dieser Zeit heimsuchen - es ist der Beginn der Erkältungszeit.


Was Du JETZT SCHON tun kannst, um in diesem Herbst (Metallzeit) das Metall-Element (Lunge, Dickdarm) zu stärken, um sowas wie einer zweiten Welle Corona bestmöglich zu trotzen:

  1. Weiße Lebensmittel essen (Zwiebel, Knoblauch, kohl, Hafer)

  2. Das Metall-Element liebt es Schärfe. Also gern mal scharf essen und dem Leben ein wenig Würze beimischen. Gewürze (Basilikum, Kardamon, Koriander, Kurkuma, Liebstöckl, frischer Ingwer)

  3. Darmsanierung, immer eine gute Idee, vor allem im Frühling bzw zu Jahreszeitenübergängen. Fasten, oder wirklich mal 6-8 Stunden zwischen den Mahlzeiten NICHTS futtern. Und bewusst mehr fermentiertes, milchsauervergorenes zu Essen (Sauerkraut, Kimchi, etc.). Dafür auf Weißmehl, Weizen, Zucker zu verzichten. Es stabilisiert das Darmmilieu, das "Bauchgehirn" und der Sitz unseres Immunsstems.

  4. Auf Milchprodukte verzichten, sie bilden Schleim, den wir gerade jetzt in der Lunge ja überhaupt nicht gebrauchen können.

  5. Warmes Frühstück (nährend, liefert Energie). Eier, Porridge, Vollkorntoast, Grießbrei (geht auch mit Kokosmilch)

  6. Nach innen schauen und zwischen meinem Innen und dem Außen einen Bezug herzustellen, sowie Inneres Wissen und Intuition stärken, dem "Bauchgefühl“ folgen (Dickdarm).

  7. Lebendige Strukturen schaffen, die Verhaftung an Beziehungen und Jobs, die uns vielleicht Gar nicht so guttun und uns den Raum für uns selbst nehmen, schwächt das Metall-Element. Alles Starre, Rigide, zu feste Strukturen hemmt den "Flow" des Lebens.

  8. Gelassenheit & Flexibilität kultivieren.


Man kann in Veränderung nur dann Sinn finden, wenn man in diese eintaucht, mit ihr mitgeht und sich dem Tanz anschliesst.

Alan Watts, US-amerikanischer Philosoph


Wir können uns bewusst entscheiden, uns in der Veränderung anzupassen. Wenn die Selbstständigkeit in Insolvenz endet, wenn wir einen geliebten Menschen an eine Krankheit verlieren…das sind alles schrecklich und schmerzhafte Prozesse, deren Bewältigung Zeit braucht. Aber die Natur macht es uns vor, es geht weiter. Das einzig Konstante ist die Veränderung...ein Ende ist immer ein neuer Anfang. Und auch wenn wir nicht viel an äußeren Umständen ändern können, so können wir uns doch entscheiden, wie wir mit Veränderung umgehen. Indem wir dem Prozess vertrauen, unseren Anfängergeist kultivieren und einlassen, uns anpassen an das Neue. Ein neuer Frühling – IM EINKLANG- (, Frühling, Element Holz), welcher uns die Kraft verleiht, neues Leben hervorzubringen und zu wachsen. Aber auch mit Verschnaufpausen (so wie auch Blüten sich nachts schließen und die Welt sich schlafen legt).



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