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Frauengesundheit, Frauenweisheit (oder: Durchbruch statt Zusammenbruch!?)



Die letzten Jahre waren besonders herausfordernd, und ich bin ziemlich sicher, dass es keine von uns Frauenschwestern gibt, die nicht zu irgendeiner Zeit belastet oder grenzwertig überfordert waren. Selbst ein Burnout oder Zusammenbruch wäre gerade in diesen Zeit mehr als verständlich. Wenn es dir so ergangen ist oder ergeht, fühl dich geherzt und lass dir viel Kraft und Selbstheilung wünschen. Und wenn es dir recht gut geht, dann umso mehr freue ich mich für dich.


Sprechen wir noch einen Moment über das Schlagwort "Burnout" oder Zusammenbruch. Wenn es eindeutig so nicht mehr weiter geht, Grenzen erreicht oder überschritten sind, dann gibt keine Wahl mehr: SO.GEHT.ES.NICHT.MEHR.WEITER.

Ich möchte dir mein Mitgefühl aussprechen. Manchmal war es uns nicht möglich zu einem früheren Zeitpunkt zu erkennen, was da schief läuft und wir funktionieren bis es nicht mehr geht. Weil wir denken wir hätten keine Wahl vielleicht. Oder wir merken es erst zu spät. Egal. Jetzt ist "das Kind in den Brunnen gefallen", "die Kacke ist am dampfen" und es geht nicht mehr so. SO!

Und dann möchte ich dich beglückwünschen. Ernsthaft.

Wir Frauen, ja oft auch parallel Mütter, Partnerinnen, Töchter, Arbeitnehmerinnen, Freundinnen, Ehrenamtliche Stützen der Gesellschaft...dafür kriegen wir weder Bezahlung noch einen Orden, leisten aber unglaubliches. Wir lieben, tun alles, fühlen mit, denken an andere mehr als uns selbst, ersetzen sicherlich oft Teilzeitangestellte, Therapeuten und erfüllen "nebenher" weitere Dienstleistungen. Und das ist auch schön so. Nur nicht, wenn wir uns dann im Stress der vielen Rollen und Aufgaben, die wir erfüllen müssen (oder wollen), zusammenbrechen.


Vielleicht ist es die beste Zeit genau jetzt, infrage zu stellen, warum wir dies alles tun. Welche inneren Glaubensätze uns in die Erschöpfung treiben. "Ressourcenschonung" und "Artgerechtes Leben" sind ja nun wirklich nicht die derzeitigen gesellschaftlichen Stärken, wie sollen wir es also können, wenn es keiner macht.


Eine alte Hopi-Prophezeiung sagte voraus: "Wenn alle Frauen zusammenkommen, dann wird die Welt heilen". Ich bin der festen Überzeugung, dass jede/r von uns unfassbare kraftvoll sein kann. Mit etwas Bewusstsein und Mut, der inneren Stimme zu folgen und zu erkennen, was sich lebendig anfühlt und was nicht. Dazu möchte ich dich einladen.



Was kannst du tun, um dich als Frau zu nähren, um Burnout zu vermeiden oder zu "heilen"?


1. Denke nicht, du musst es allein schaffen.

Delegieren, um Hilfe bitten, teilen, mitteilen, abgeben, loslassen und nicht Kontrolle über alles haben sind für viele von uns Dinge, die uns fast unmöglich scheinen. ES IST ABER WICHTIG. Wir sind keine Alleingänger, wir sind Gruppentiere und Beziehungswesen. Menschen helfen gern, lass sie. Sich vulnerabel zu zeigen ist in unserer Gesellschaft eher ein Zeichen von Schwäche. Aber ist es nicht eher ein Zeichen für Beziehungsbereitschaft und Miteinander? Vulnerabilität bedeutet auch, ich kann mich zeigen, mit meinen Schwächen und Unsicherheiten. Es ist das Gegenteil von Verhärtung und Isolation. Im Alleingang alles selbst machen.


2. Finde Frauenaktivitäten.

Frauenheilkreise, wertschätzende Zeit mit Herzschwestern, in denen du dich zeigen und anlehnen darfst sind wichtig. Wir "leeren" uns dann oft emotional und/oder laden uns positiv wieder auf. Wir fühlen uns im besten Fall verbunden, gesehen, gehalten.

Wichtig: Es muss sich für dich während und danach gut anfühlen. Im Idealfall macht man auch was Gesundheitsförderndes wie Waldspazieren, Yoga, Tee statt Kaffee, Kuchen oder nur tanzen statt auch noch massig Alkohol reinstellen (was ziemlich schlecht für den Zucker- und Hormonstoffwechsel ist und bei vielen Stark auf die Stimmung drückt). Lass es dir gut gehen, lebensbejahend, und frage dich, ob saufen, lästern oder Horrorfilme schauen dazugehört.



3. Lerne deine Bedürfnisse kennen und lerne Ja zu dir und Nein zu anderen zu sagen.

Nicht immer einfach. Kennst du deine Bedürfnisse? Kannst du diese rechtzeitig erkennen und anderen kommunizieren. Vielleicht möchtest du dich einmal mit dem Konzept der "Gewaltfreien Kommunikation" (nach Rosenberg) beschäftigen. Ein besserer Name wäre "mitfühlende Kommunikation", denn Du lernst hier deine Bedürfnisse zu identifizieren und mitzuteilen. Gleichzeitig lernst du auch die Bedürfnisse der anderen hinter den Worten zu hören. Würden wir alle dies in der Schule lernen, würde uns das so einige Konflikte und Stress vermeiden. Mich mit meinen wahren Gefühlen und den darunter liegenden Bedürfnissen auseinanderzusetzen war und ist transformierend. Ich sage ja zu mir UND ja zum anderen. Klarheit kann so heilsam sein.



4. Be You.

Authenzität hat eine gewissen Schwingung und Kraft. In dem Moment, wo ich klar bin, wo ich stehe, eine deutliche Haltung habe, ohne sie erstreiten oder mit Widerstand vertreten müssen, dann habe ich die Chance, mit einer gewissen Weichheit eine "Haltung" einzunehmen. (siehe auch hier das Thema, Abgrenzung und Nein-sagen) Mein Gegenüber kann sogar ohne Worte wahrnehmen, dass hier eine Klarheit ist, die man nicht manipulieren oder bestechen kann. Kinder ab einem gewissen Altern lieben authentische Eltern, die ehrlich sagen, was sie fühlen und was sie sich wünschen. Sie spüren sowieso alles und man kann ihnen wenig vormachen. Authentisch zu sein bedeutet, ich weiß, was ich brauche, was ich bereit bin zu tun oder nicht zu tun, wo meine Grenzen sind und vor braucht es MUT, für sich einzustehen und auszuhalten, dass ein anderer sich darüber wundert. Und mutig ist auch, wenn ich zugebe, dass ich etwas nicht weiß oder schaffe.



5. Kannst du vertrauen?

Menschen, die an etwas glauben können, was größer ist als sie selbst erleben sich mit mehr Resilienz (Widerstandskraft). Gibt es etwas, an das du glaubst? Kannst du dich dem Prozess oder dem Leben anvertrauen. Möglicherweise ist dies eine gute Zeit, um sich mit diesen existentiellen Fragen zu beschäftigen. Vielleicht kannst du eine Bauchstimme, deine Intuition, entdecken, die dir sagt, da ist noch was Größeres da draußen. Oder du entdeckst, dass mit anderen gemeinsam Ziele und Werte teilst, auf die ihr hinarbeitet. Falls nicht, vielleicht gibt es eine ehrenamtliche Tätigkeit, die dir das Gefühl gibt, dienlich zu sein. Was gibt dir und deinem Leben einen Sinn?




Lass dich einladen, dich in deinem Frausein neu zu entdecken und deine Stärken zu leben. Da wo es gut anfühlt, da liegt deine Kraft.


Danke, dass du liebevoller zu dir wirst! Damit hilfst du nicht nur dir, denn die Welt braucht dich!











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