„Fasten“ nicht nur nach Karneval: Detox & im Flow der Jahreszeiten durch eine Dojo-Zeit der TCM


Wenn die Karnevalszeit vorüber ist oder sich der Frühling ankündigt, entscheiden sich viele für eine jährliche Fastenzeit, wo sie auf bestimmte Dinge wie Fleisch, Zucker, Fernsehen, sonstige Genussmittel und sogar Sex für eine Zeit verzichten wollen.

Die Gründe sind vielfältig: Detox, Entlastung, Verzicht, um etwas danach wieder mehr schätzen zu können, Übergang für neue Vorsätze ... Beinahe alle Religionen und Kulturen plegen solche Fastenphasen. Probiere doch für den nächsten "Frühjahrsputz" eine Dojo-Zeit aus der TCM. Die geht übrigens immer!


Wenn die Japaner oder Chinesen von der 5. Jahreszeit sprechen, meinen sie nicht etwa den Kölner Karneval, sondern den Übergang von einer in die nächste Jahreszeit, die Dojo-Zeit.

Das Wort „Dōjō“ ist vielleicht eher bekannt als der Trainingsraum für asiatische Kampfkünste, aber das Wort kommt aber aus dem Buddhismus und bedeutet im Japanischen wörtlich „Raum für den Weg“ (-„do“ der Weg/Pfad oder die Lehre). Gemeint ist also ein formeller Rahmen (heiliger Ort) für eine bestimmte zu erlernende, meditative Praxis. oder Kampfkunst.


Es ist eine Zeit, in der wir liebevoll auf uns achten


Wenn wir nicht auf uns achten, zu lange wach sind, uns über lange Zeit zu viel zumuten, zwischen Belastungsphasen keine Auszeiten nehmen (können), die Bedürfnisse der Kinder vorgehen müssen, der Alltag enor und endlos durchgetaktet ist, dann ist es nicht verwunderlich, dass wir uns auf die Dauer erschöpfen, auf dem Zahnfleisch gehen, unzufriedener werden, schlimmstenfalls in einen Burn-out geraten oder Krankwerden.


Dojo-Zeiten sind daher eine immer wiederkehrende Gelegenheit, um sich etwas zurückzunehmen oder sein Wohlbefinden neu zu überprüfen, Ich-Zeit, eine Kur. Dauerstressoren somit etwas auszuhebeln. Eine Dojo-Zeit kann man natürlich auch immer dann machen, wenn z.B. ein großes Projekt oder Lebensabschnitt zu Ende geht oder ehe etwas Neues beginnt. Wenn es in den Flow passt.


Wir leben sowie (auch wenn wir es nicht so bewusst wahr nehmen) unter der Beeinflussung von natürlichen Rhythmen und es lebt sich umso geschmeidiger, wenn man IM EINKLANG mit ihnen lebt. Die alten Chinesen entwickelten die TCM hauptsächlich auf der sehr genauen beobachten von Naturzuständen und wie diese sich gegenseitig bedingen.

Sich zu bestimmten Jahreszeiten „Saisonbedingt“ zu ernähren, zum Beispiel, in in der TCM ein zentrales Thema. Wir können uns die „Frühjahrsmüdigkeit“, das „Herbsttief“, oder die „Winterdepression“, ein ganzes Stück erleichtern, wenn wir safte Übergänge schaffen und nach und vor großen Veränderungen wieder unsere Mitte finde. Es gibt daher in der TCM eine 5. Jahreszeit, die aber sich aber eher in 4 kurse "Zwischenjahrszeiten", nähmlich die Übergnge von jeweils ca. 18 Tagen unterteilt.


Für das Jahr 2021 entsprechen die Dojo-Zeiten ca:



25. Januar bis 14. Februar

26. April bis 16. Mai

26. Juli bis 15. August

25. Oktober bis 14. November




Diese Zeiten sind Richtwerte, die sich an Sonnenwenden und Jahreszeitenbeginn orientieren. In den „Übergangsphasen“ wird besonders auf die Entlastungen und Stärkung des Systems geachtet. Es ist, wie gesagt, eine Zeit der Entschlackung und Innenschau. Du entscheidest, wann die richtige Zeit für eine Dojo-Phase ist.




Was kanst du mit einer Dojo-Zeit erzielen? Hier eine Auflistung der Benefits:

  • Macht dich vitaler und hilft bei Übergängen

  • Entlastet und stärkt dein Immunsystem

  • Du überprüfst, dein Tun, Handeln, Essen

  • Gibt Gelegenheit, um selbst-achtsamer zu sein

  • Kurzzeitiger Verzicht auf Sucht- und Genussmittel, vielleicht auch als Übegang in die Langfristigkeit

  • Fördert die Bewusstheit und Lebensqualität enorm

  • Fördert langristig die ganzheitliche Gesundheit

  • Stärkt deine "Mitte" und hilft "Unverdautes" körperlich und psychisch loszuwerden

In diesen Tagen können wir unser „Innen“ dem äußerem Wandel anpassen. Die Idee ist, dass wir wieder zu uns und in unsere Mitte kommen und „erden“. Gerade für Frauen ist dies eine wichtige Fähigkeit, die uns quasi mit der Qualität des Ur-Weiblichen verbindet.

Wir alle spüren mehr oder weniger eine Veränderung der Stimmung oder Kraft mit den sich wechselnden Jahreszeiten. Frauen im gebärfähigen Alter unterliegen sogar durch den Monatsrhythmus einer Einheit, die an den Mondzyklus erinnert.

Vielleicht ist dieses verrückte Zeitalter ein idealer Zeitpunkt, um sich regelmäßig im Jahr mit den Rythmen zu verbinden, die älter sind als alles, was wir uns vorstellen können. Es ist eine gute Zeit um liebevoll mit sich zu sein.



Leitfaden für deine persönliche Dojo-Zeit:


Was brauchst du gerade?


Wir alle haben Verpflichtungen, Familien, Deadlines, Sorgen, Baustellen, die unserer Aufmerksakeit brauchen.... Aber auch Du und dein Körper und dein Wohlbefinden muss zwischendruch mal priorisiert werden. Beginne deine Dojo-Zeit damit innnezuhalten zu überlegen, was du gerade brauchst, wo es hakt, was dich schon lange belastet, wo es im Körper zwickt.

Nimm dir jeden Tag den Raum, bewusster und intuitiver zu fühlen, ob du vielleicht gerade ml 10 Minuten frische Luft brauchst oder die Schultern öfter Dehnen musst. Baue dir einige "Wellnesseinheiten" in deine deine Dojo-Zeit ein.


1. Entlaste den Körper

Es kann sehr viel Spass machen, mal einen üer den Durst zu trinken oder zu tief in die Gummibärchentüte zu schauen. Ganz daruaf zu verzichten ist auch blöd. Spass muss sein. Aber ein Übermaaß an Konsum jeder Art, Netflix vor dem zu späten Einschlafen, zu wenig (oder zuviel oder zu einseitig) Bewegung, ungünstige Ernährung und vor allem STRESS sind belastend für deinen Körper. Dazu gehört natürlich auch Psycho-Stress.Wir müssen oft Proleme bewältigen und haben selten die Zeit, um uns in der Situation zu spüren oder das für uns zu bearbeiten. Auch eine gute Freundin zu sein und immer ein offfenes Ohr zu haben, wenn du selbst eigentlich erschöpft bist, kann zuviel werden. Nutze diese natürlichen Übergänge, um deinen Körper von allen Belastungen zu befreien, soweit es geht. Gute Schlafhygiene, Pausen für die Verdauung, leichte Bewegung & Stretching, Schonkost, schuldfrei auch mal "Stopp" sagen... Manchmal ist es wirklich wichtig eine "neues Normal" wieder zurückzusetzen, die "Reset"-Taste zu drücken. Lass deinen Körper einfach mal in Ruhe bzw. gebe ihm sanfte Unterstützung und er kann sich um sich selbst kümmern. Vertraue deinem Körpergefühl, denn dein Körper spricht mit dir, hör ihm zu. Also, was brauchst du?



3. Lege eine Fastenkur ein


(Wichtig: fasten und Detox ist NICHT günstig für Schwangere, Stillende oder für Kinder, alle anderen Punkte dieses Artikels sind natürlich wertvoll und umsetzbar, aber bitte klammert fasten oder ernährungsbedingte Restriktionen, super dagegen sind die Ernährungsvorschläge aus dem nächsten Abschnitt zu Ernährung)


Fasten ist ein großartiges Tool zur Selbstregulierung des Körpers und der Verdauung, zur Entgiftung und zum Loslassen. Heilfasten ist ein bekannter Begriff und kann bei manchen chronischen Krankheiten und Übergewicht bis hin zur Krebsbegleitung sehr wirkungsvoll sein. Allerdings möchte ich lieber andere Formen des Fastens empfehlen, bei denen der Körper zwar stark entlastet wird, aber nicht völlig die Energiegrundlage entzogen bekommt. Die allermeisten von uns (auch die mit ein paar Kilos zu viel) können es sich nicht leisten, auf die Zufuhr von Vitalstoffen zu verzichten. Außerdem induziert es bei vielen das Phänomen des Jojo-Effektes. Vielleicht solltest du den Fokos lieber auf Gesundheit setzen und nicht auf Gewichtsverlust... damit fährst du langfristig besser.


Fasten-Kuren können auch in Richtung „Schonkost“ gehen. Also die bekannte und sehr einfache, klassische TCM-Reiskur oder Porridge mit Früchten. Auch eine Gemüsesuppen-Kur ist natürlich denkbar. Oder einfach das Weglassen von Dingen, von denen du weißt, dass sie dir und deiner Gesundheit nicht taugen. Bitte mache aber keine reine Salat, Saft- oder Smoothiekur, denn diese Art des Fastens kühlt den Körper in diesen Phasen zu sehr aus und ich höchstens etwas für heiße Sommertage, wenn überhaupt. Nur die wenigsten haben derart viel Hitze im Körper, dass sie diese Art der Ernährung vertragen, ohne ihr Immunsystem dabei „herunter zu kühlen“ und zu schwächen.

Ziel sollte sein, dem Körper möglichst viel Arbeit anzunehmen und mit leichten, einfachen, gekochten Gerichten etwas zu tun zu geben, ohne ihn zu überfordern und ihn gleichzeitig zu stärken. Der Körper hat ein natüriches Selbstheilungs- und Selbstregulierungsbestreben, das nennt man Salutogenese.



4. Gerichte und Lebensmittel aus dem „Erd-Element“


Vielleicht isst du im Homeffice vor dem Bildschirm oder viel zu schnell. Oder Dinge, die du gar nicht verträgst, Weißmehlkram oder zuviel Salat und Joghurt. Bei der TCM ist Essen wie bei Goldlöckchen und den 3 Bären, also der "Goldene Mittelweg": nicht zu heiß, nicht zu kalt, nicht zu viel, nicht zu wenig, nicht zu fett, nicht zu süß, leichtverdaulich und von allem etwas. Eben genau richtig.

Die Dojo-Zeit ist dem Element Erde zugeordnet, es steht für unsere Mitte, Standfestigkeit, Großzugigkeit, Liebefülle, in deiner Mitte ist der Sitz deines Selbst, deiner inneren Stimme. Aber auch die Verdauung. Der der Milz und Magen-Meridian gehören zum Erd-Element und sorgen für die Umwandlung deiner Nahrung in Energie. Das Erd-Element mag besonders warme und deftige Speisen, Wurzelgeüse & Kürbisse, Suppen, Eintöpfe, lauwarme Gemüsesalate, die meisten Getreidesorten, Hüselfrüchte, Samen & Nüsse, warme Getränke wie Fencheltee und heißes Wasser, alle gelben Lebensmittel, alles nur frisch saisonal und regional zubereiten, von allen Geschmacksrichtungen etwas. Ziel ist es mit dem das Erd-Elemment in uns zu stärken und stabilisren, es nährt uns, macht uns zurfrienden und "satt", regelt unsere Teperatur.

Jedes Nahrungsmittel besitzt seine eigene Energie und wirkt sich anders aus auf unseren Körper. d.h. Die Lebensmittel müssen auch dem Zyklus der Jahreszeiten angepasst werden. In der Dojo-Zeit solltest du möglichst neutrale oder wärmende Nhrung zu dir nehmen und den entlastenden, stärkenden und ausgleichenden Effekt zu erhalten.


Esse möglichst viel aus diesen Nahrungsgruppen:

"neutral":Zu den „neutralen Nahrungsmittel“ gehören Karotten, Erdäpfel, Reis, Hülsenfrüchte, alle Kohlsorten, Erbsen, Nüsse, Rindfleisch, Polenta, Dinkel, Roggen, Amaranth, Eier, Käse, Kuhmilch und Süßwasserfische. Sie wirken harmonisierend auf den Körper und bauen die Lebensenergie (Qi) auf.


"warm" (Yang): „Warme Lebensmittel“ sind die meisten Kräuter, wie Lorbeer, Thymian, Rosmarin, Oregano. Es zählen aber auch Seefische, Hühnerfleisch, Wildfleisch und die Getreidesorten Hafer, Grünkern dazu. Nicht zu vergessen die Obstsorten wie Marillen, Rosinen, Pfirsiche, Kirschen. Kaffee, Kakao, Mohn, Walnüsse, Erdnüsse und Kren wärmen ebenfalls, unterstützen das Qi und können somit zu jeder Jahreszeit genossen werden. Jedoch an extrem heißen Tagen sollte man sich mit diesen Lebensmitteln einschränken.


Hast du schon mal goldene Milch probiert?


So machst du Golden Milk

  1. Wähle eine Pflanzenmilch aus und koche sie mit

  2. Ingwer, Kurkuma, Zimt, Pfeffer (aktiviert das Curcumin), nach Belieben Chili, Cayenne Pfeffer und/oder Kardamon und pro Tasse einen Teelöffel Kokosöl auf. Weniger Gewürz ist vielleicht erstmal mehr. Schau einfach, wieviel Schärfe dir schmeckt. Ich würde vielleicht pro Tasse ja ½ Teelöffel Kurkuma und Zimt empfehlen und den darauf abstimmen. Mildere Varianten finden auch oft sogar Kinder lecker. Ausprobieren!

  3. Zum Schluss einen großen Löffel Honig einrühren.

  4. Wer es genauer braucht, hier noch ein Vorschlag: https://www.elle.de/abnehmen-golden-milk-rezept



5. Erde & zentriere dich


In Japan kennen wir eine Wellness-Anwendung, die sich "Shinrin Yoku" (zu deutsch "Waldbaden") nennt. Sich in der Natur aufzuhalten ist natürlich schön, dass wußten wir schon, und wir kennen auch in Deutschland das "Kneippsche Tau-Treten" (Barfußlaufen auf der nassen Wiese), aber inzwischen gibt es mehr wissenschaftliche Beweise dafür, was die "Erd-Energie" der Natur mit uns macht. In Japan wird dies seit Jahrhunderten als präventinve Maßnahme praktiziert und anerkannt. Und es kostet nichts. Aber warum achen die Japaner und Fans der Kneipp-Kuren das?

  • Es hilft, im hier und jetzt anzukommen.

  • Es beruhigt das parasymthatische Nervensystem (Entspannung)

  • Es reduziert zelluläre Inflammation (wirkt entzündungshemend auf Zellebene)

  • Es fördert die Immun-Response

  • Verbssert wie Wundheilung

  • Verhindert und ist hilfreich bei Auto-immun, entzündlchen chronischen Krankheiten

  • Verbesert die Schlafqualität und das allgemeine Wohnbefinden

  • Physikalisch entsteht ein Energieaustausch zwischen den negativ gelandenen Elektronen der Erdkruste mit der leicht positiven Ladung unseres Körpers verursacht durch Stress, Elektrosmok etc. Der direkte Bodenkontakt hat also eine ausgleichende Wirkung, was man mit Spannungstestgeräten messen kann. Das Tragen von Schuhen ist hingegen eine Kontaktbremse, die diese Verbindung unterbricht, daher müssen wir bewusst den Bodenkontakt suchen.

Wie geht "erden"? Ganz einfach. Zieh deine Schuhe aus und stelle dich auf die Erde (nicht Fußboden, nicht Straße). Idealerweise im Wald oder in der Natur (z.B. am Strand), aber natürlich geht auch der Garten oder Grünstreifen. Auch der Hautkontakt mit Bäumen geht, da diese tief in der Erde verwurzelt stehen. Das ist möglicherweise etwas schwächer als barfuss sein. Tue dies MINDESTENS 20 Minuten täglich.


Es gibt auch für das Haus Erdungs-Matten oder andere Produkte, die z.B. bei der Computerarbeit den Körper entladen sollen. Man kann diese auch ins Bett legen, so das die Füße/Beine nachts "Energieausgleich" betreiben können. Der Erdkontakt läuft dann über die Erdung in der Steckdose. Manche merken bei z.B. wiederkehrenden Kopfschmerzen eine Verbesserung.

So oder so, Erdkontakt ist das neue "Must-Have".



6.. Mindfulness, Hara Awareness & Meditation


Achtsamkeit & Meditation sind ebenfalls Elemente, die in keinem lebensbejahenden, gesunden Lebenswandel fehlen dürfen. Das bedeutet nicht, dass man Kurse belegen muss oder stundenlang stillsitzen. Fühle dich eingeladen, in deiner Dojo-Zeit bewusste Achtsamkeitsübungen und Meditationenn auszuprobieren, die zu dir passen.


Inzwsischen sind sich alle Experten einig: Menschen, die regelmäßig Achtsamkeit & Meditation praktizieren, erleben generell eine weitaus gesteigerte Lebensqualität, sie sind glücklicher, zufriendener, dankbarer, können Belastungen besser standhalten (lese hierzu mehr zum Thema Resilienz), werden seltener krank, können aktiv, naja eher passiv, Stress reduzieren, und sind somit weniger anfällig für Stresserkrankungen, senken ihren Blutdruck, können besser mit Schmerz umgehen, erhöhen ihre Konzentrationsfähigkeit ... Wenn es eine Pille wäre, würde sie jede/r haben wollen!


Dabei ist es ganz einfach: Egal welche vorstellungen du von Achtsamkeit oder Medition hast, es gibt für jede und jeden die passsenden Übungen. Nein, du musst nicht Stunden lang auf einem einsamen Fels auf Erleuchtung warten. Selbst ein paar Minuten zwei Mal pro Tag sind wirkungsvoller, als du vielleicht denkst, um dein Gehirm neu zu progammieren und auf Entspannung und Freudfülle einzustellen. Damit das passiert, solltest du aber möglichst über 4 bis 8 Wochen TÄGLICH und möglichst die gleichen Übungen a la "Wiederholung macht die Meistein" (was wir einen Monat lang wiederholen kann erst zu einer Gewohntheit werden). Auch ruhige, restorative bzw lang-gehaltene Yoga-Übungen können dazu genutzt werden (zB. Yin Yoga).


Achtsamkeit bzw. Meditation sind "Haltungen". Mit ein wenig Übung kannst du dich entscheiden, ob zulässt, dass dich etwas ärgert oder ob du vor dem Schlafengehen in Dankbarkeit die schönen Momente des Tages Revue passieren lässt. Dauerhaft lebt es sich gelöster, leichter, friedlicher.


Hier einige einfach Lieblingsmeditationen für alle Stufen

Klassiker zum Ausprobieren:


Hara Meditation (hara, jap. "Bauchzentrum", Mitte) , ca 20 Min.

Diese CD zu Meditation von Anando Würzburger kannst du kaufen oder du improvisierst.

Sie hilft dir, dich im hier und jerzt zu verorten und dich zu zentrieren, sowie dich mit einer universellen Kraft zu verbinden. Ein etwas kürzeres Video von ihr findest du hier:




Osho's Kundalini Meditation, ca. 1 Std.

Dies ist eine Bewegungsmeditation, bei der du über Bewegung (Schütteln, tanzen) in deine Körper kommst. Dies ist besonders gut für unirihe Geister, die schlecht übers Sitzen zur Ruhe kommen. Die Meditation unterteilt sich in 4 Phasen je ca. 15 Minuten. 1. Schütteln, einfach alles Schütteln, wie es sich gut anfühlt. 2. tanzen, als wenn niemand zuschaut. Mit geschlossenen Augen intuitv so bewegen, wie es der Körper will. 3. Sitzen und wirken lassen, 4. liegen, nachsprüren.

Die Musik ändert sich, wenn wenn die neue Phase beginnt, so mussst du nichts machen.


Atmen-Lektion von Zen-Meister Hinnerk Polenski, 5 Min.

Atmen ist die Essenz, um bei sich anzukommen und insbesondere die tiefe Bauchatmung bringt uns zur Entspannung. uch wenn wir alle im Alltag bzw bei Stress beginnen "falsch" und flach zu atmen, soist das richtige Atmen ohne viel Erklärung möglich. Du musst dich nur einlassen.




Im Netz gibt es endlose viele Angebote, Möglichkeiten, MBSR (indfulness based stress-reduction) Schulungen. Immerhin wird medititation seit tausenden von Jahren praktiziert.



7. Überprüfe deine Beziehung zu dir und anderen & werde dir deiner Bedürfnisse klar


Menschen sind Beziehungswesen. Ohne die Verbindung zu anderen gehen wir emotional ein. Aber echter Kontakt entsteht auch nur, wenn wir in Verbindung zu uns selbst sind. Das kann man in der Abarbeitung des Alltags schnell mal vergessen.

Schau und hör doch mal genauer hin. Welche Konflikte widerholten sich in letzter Zeit? Überschreitet jemand immer wieder deine Grenzen? Was sind deine Trigger? Erwischst du dich zunehmend dabei, dass du deine Kinder anschreist, weil die Geduld fehlt und jetzt hat sich das irgendwie eingeschlichen. Du hast schon wieder irgendwas zugesagt, obwohl du da schon eigentlich wußtest, dass es dir zuviel ist. Du hast schon viel zu lange nicht eine gute Freundin gesehen, aber eigentlich das Bedürfnis nach Austausch? Wann hast du das letzte Mal mit deinem Partner im Wohnzimmer getanzt? Such dir ein Thema aus, dass du mal ein wenig bewusster beobachten und angehen möchtest. Etwas, das mehr Lebendigkeit und Verbindung in der Leben bringt. Oder etwas das geklärte Verhältnisse schafft.


Vielleicht findest du auch die Ansätze der gewaltfreien Kommunikation nach Rosenberg hilfreich (bei der in erster Linie mit dir selbst besser kommunizierst). Oder aber Texte zum Thema "Mindful Parenting" bzw. Positive Erziehung. Verändere die Qualität, mit der du mit dir selbst und anderen in Verbindung sein möchstest, und lege auch den Standard fest, wie du behandelt werden möchstest (damit ist auch unbedingt gemeint, wie du dich selbst behandelst!).




Wie geht es nach der Dojo-Zeit weiter?


Am Ende jeder Dojo-Zeit solltest du eine klare Vostellung haben, wie es jetzt weitergeht. Was möchtest du weiterhin umsetzen, welche Wünsche hast du, wovon willst du dich befreien und was lässt du los?


Jeder von uns hat negativen Gedanken und Glaubsenstze, die uns im Vorwärtskommen und Glücklichsein hindern. Das, was wir GLAUBEN und DENKEN, wirkt sich derart kraftvoll auf den Rest unseres Wohlbefindens aus, dass es negative Glaubenssätze und körperlich krank machen können. Von der Migräne bis zur Angststörung, bei sehr vielen körperlichen Erkrankungen sind Gedanken, die aus dem Ruder laufen und unbewusst blockieren beteiligt. Hierzu gibt es inzwischen auch ausreichend wissenschaftliche Belege. Eine Verschiebung des Fokus ist das Ziel. Diese Verschiebung der Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zu einer höheren Lebensqualität. Positive Einstellungen und Gedanken machen uns bei Stress widerstandsfähiger und belastbarer.

Nicht lebensbejahende, also negative Gedanken, machen uns auf Dauer krank. Es lohnt sich unbedingt, sich klar zu machen, welche hässlichen Gedanken, wir über uns selbst und andere Denken. Gedanken haben Kraft und Wirkung. Du kannst so gesund essen, wie du willst, aber wenn du dir jeden Tag 10 mal sagst, wie hässlich du dich findest oder deine Wut auf andere in dich hineinfrisst, dann wirst du dich auf Dauer ebenso krank machen, als wenn du Fastfood und Drogen nimmst. Du schadest Dir enorm.


Eine Übung kann sein, einmal allen negativen Glaubensätze aufzuschreiben und diese an umzuformulieren. Aus einem "ich bin zu dick" kann ein "ich habe eine Schutzhülle gebildet, in der ich so manches, was ich nicht anschauen konnte, weggepackt habe. Mein Körper hat mich geschützt, dafür bin ich ihm dankbar" werden. Aus einem "ich hasse meinen Vater dafür, dass er mich verlassen hat" kann vielleicht ein "mein Vater konnte nicht für mich da sein, wie ich es gebraucht habe, jetzt bin ich erwachsen und ich verzeihe ihm, um meinetwegen, damit ich ohne diese Last nach vorn schauen kann". Aus einem "ich muss (putzen/ arbeiten/ mich um die Kinder kümmern)", was sich sehr nach Zwang anfühlt, könnte auch ein "ich DARF (meinen Lebenraum wieder schön machen/ ich darf mir ein Tauschmittel erwirtschaften, mit dem ich mir Wünsche erfüllen kann/ ich darf am Leben meiner Kinder teilnehmen und sie begleiten, tolle Erwachsene zu werden. Das ist Zeit, an die wir uns erinnern und die uns verbinden). Jeden Tag kannst du einen Glaubensatz fokussieren, und somit vielleicht loslassen. Loslassen ist im Taoismus von zentraler Bedeutung, denn es macht uns freier.

Beim Streben nach Wissen wird täglich etwas hinzugefügt.Bei der Einübung ins Tao wird täglich etwas fallen gelassen.Laotse

Mache deine Dojo-Zeit zu deiner ganz persönlichen ICH-Kur! Für mehr unbeschwerter Lebendigkeit!



Deine Tao Mama


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