Mit Resilienz aus jeder Krise – aktiviere dein seelisches Immunsystem!

Aktualisiert: Feb 10

Hallo, ich bin Hanna von TaoMama und bin Gesundheits“Praktikerin“. Das heißt, theoretisch, aktuell darf ich herzlich wenig arbeiten, weil ich dafür in der Regel Menschen anfassen oder zumindest mit Gruppen im gleichen Raum sein muss. Und will. Da steh' ich jetzt mit meinem Talent...

Und bumm, jetzt ist es fast ein Jahr später und wenig erfreuliche Aussichten. Die Verwirrung ist groß und noch größer die Resignation und Lethargie. Wer nicht überlastet, ängstlich oder verzweifelt ist, ist zumindest genervt oder verdrückt sich den Verdruss ... diesdas. Betroffen sind wir alle, mehr oder weniger. Jeder empfindet es anders, aber wir sind uns alle einig, erkranken und womöglich einen schweren Verlauf haben will sicherlich niemand!


Also halten uns an die Maßnahmen, aber das Leben auf der Schmalspur bedeutet für die meisten, dass sie einen Preis bezahlen oder sich unfrei fühlen. Wir werden diese Zeit überstehen, bestimmt! Aber manche besser als andere. Ich persönlich habe jetzt ziemlich lange die Füße stillgehalten, um jetzt irgendwann nach Weihnachten festzustellen, dass ich mich nicht mehr gut fühle und jetzt was anders machen muss. Und entschieden, dass ich hier durchmaschiere mit Sonne aus dem Hintern und voller Kraft nach vorn. Vorher hab ich nur für mich allein hingebroddelt, aber jetzt möchte ich auf anderen Wegen in die Verbindung gehen und das Leben anderer berühren. Dann halt gerade ohne Anfassen… Möge die Macht mit uns sein! Eine Wahl hat man doch immer!


Ein japansiches Sprcht sagt:

Einen Sturm übersteht der Biegsame am besten.

Na dann übe ich mich mal im Bambus-Sein. Machst du mit? Damit wir zusammen und jeder für sich bestmöglich diesen Einschnitt in das Leben, wie wir es bisher kannten, überstehen, gibt es ein Forschungsgebiet in der Psychologie, genannt Resilienz. Das möchte ich heute mit dir teilen!


Lass’ es mich erklären:

Immer wieder passieren schreckliche Dinge und manche Menschen können damit besser umgehen als andere. Aber was unterscheidet jene von solchen? Die Forschung sagt, sie sind resilienter!


Und was ist jetzt damit gemeint, RESILIENZ?

Resilienz (lat. resilire ‚zurückspringen‘ ‚abprallen‘) ist der Prozess, in dem Personen auf Herausforderungen und Veränderungen mit Anpassung ihres Verhaltens reagieren.“

Wie resilient du bist, bedingt, mit wieviel Widerstandskraft du Situationen (Krisen, Traumata, Veränderungen) begegnest, du gut du sie bewältigst und wie stark bzw gesund du aus diesen Situationen hervorgehst.

„In der Medizin bezeichnet Resilienz auch die Aufrechterhaltung bzw. rasche Wiederherstellung der psychischen Gesundheit während oder nach stressvollen Lebensumständen und wird als Ergebnis der Anpassung an Stressoren definiert.

Das Gegenteil von Resilienz ist Verwundbarkeit (Vulnerabilität).“


Immer wieder hat man seit den 50ern daran geforscht, warum manche besser als andere schwere Zeiten durchleben. Dabei spielen eine ganze Reihe von Faktoren eine Rolle:


'trommelwirbel'


1. Optimismus & positive Selbstwahrnehmung. … ist die Fähigkeit, hoffnungsfroh und positiv in die Zukunft zu blicken und an einen guten Verlauf der Dinge zu glauben. Ein rheinisches Grundgesetz versichert uns: Et hätt noch emmer joot jejange. Resiliente Menschen wissen, dass sie das schon irgendwie schaffen werden.


2. Akzeptanz & Realitätsbezug… Anzunehmen was ist, und zu glauben, dass es ein höheres Ziel verfolgt. Auch Geduld gehört dazu.


3. Lösungsorientierung & Kreativität…nach Auswegen zu suchen, um einen gewissen selbstbestimmten Rahmen zu haben, wo ich das Gefühl habe Entscheidungen selbst treffen zu können (z.B. Welche Art von Maske ich trage).


4. Selbstwirksamkeit

Selbstwirksamkeit versteht die kognitive Psychologie die Überzeugung einer Person, auch schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können.


5. Selbstverwantwortung

Verlasse die Opferrolle …somit hast du ein erhöhtes „Kontrollerleben“. Selbstmitleid und sich als Opfer zu fühlen führt zu dem Gefühl von Ohnmacht und Fremdbestimmung. Damit bin ich verletzlich und fühle mich schwach. Was kann ich tun, um meine Situation selbst in die Hand zu nehmen. Ich bin erwachsen, vielleicht kann ich aufhören meinen Eltern oder der Regierung die Schuld für mein eigenes Empfinden zu geben und mich selbst verlassen. Ich bin für mich selbst und meine körperliche/ seelische Gesundheit ebenso allein verantwortlich. Stop the Mimimi!


6. Zukunftsplanung & Visionsentwicklung

Manchmal scheitert man und dann muss man sich selbst neu „erfinden“. Den Kopf für immer in den Sand zu stecken ist keine Lösung. Ebenso wenig Zukunftsängste. Realistische Planung bietet Perspektive und zeigt dir den einen Weg dorthin. Sehr beruhigend.


7. Beziehung & Netzwerkorientierung

Menschen mit mehr Resilienz haben ein Support-System, Austausch, können sich Hilfe suchen und sorgen dafür, dass sie nicht allein sind.


Du bist wirklich nicht allein. Nie konnten wir, wenn wir es wollen, fühlen, wie eng wir miteinander verbunden sind und deine Entscheidungen andere direkt oder indirekt beeinflussen. Positiv wie negativ. Ich würde gern abends schlafen gehen, in der Hoffnung, dass ich heute zum Wohlsein eines anderen Menschen beigetragen habe. Daher habe ich angefangen, täglich zu einem bekannten Menschen digital Kontakt aufzunehmen und fragen, wie es Ihnen geht. Manche haben sich doch etwas zurückgezogen. Da frag ich lieber mal fürsorglich nach. Gleichzeitig merke ich auch bei mir, wenn ich Redebedarf habe.

Aber weiter im Text:


8. Improvisationsvermögen & Lernbereitschaft

Wie anpassungsfähig und wandelbar bist du? Das kann sowohl üben, als auch verlernen und sich somit weniger zutrauen. Erst beim Verlassen der eigenen Komfortzone beginnen wir zu wachsen. Es gilt also über den berühmten Tellerrand zu schauen, und neue Lösungen zu finden.

Menschen, die diese Faktoren meistern, haben beste Chancen, um auch äußerste Belastungen gut zu überstehen bzw. sich nach stressigen Phasen rasch wieder zu erholen. Das bedeutet nicht, dass sie sich alles Schönreden oder nicht auch mal den Kopf in den Sand stecke, wenn es mal zuviel wird. Das darf schon sein, bittesehr. ABER, irgendwann gehts weiter.


Und die beste Nachricht ist, Resilienz kann man lernen!


Resilienz ist bei Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Grundlagen werden in der Kindheit gelegt. Wer als Kind Wertschätzung, Ermutigung und Unterstützung erfährt, wird psychisch widerstandsfähiger werden. Aber auch im Erwachsenenalter kann die psychische Widerstandsfähigkeit verbessert werden. Doch es braucht Zeit, um verfestigte Denk- und Handlungsmuster zu verändern.


Beim Resilienz stärken geht es darum, die Gedanken auch unter Anspannung für Optimismus und zieldienliche Sichtweisen zu öffnen. Resilienz ist ein Schutzschild gegen schädigende Einflüsse, die durch Stress verursacht werden. Diese Fähigkeit ist für jeden Menschen in jeder Phase des Lebens nützlich und wichtig.


Indem du dich der ohnehin umgänglichen Veränderung öffnest und die Situation für dich so drehst, dass du durch eine Perspektivenwechsel positiver auf den Augenblick schauen kannst.

Bespiele hierfür sind: Kurzarbeit bedeutet zwar weniger Einkommen, aber vielleicht mehr Zeit mit den Kindern oder ein neues Bewusstsein, was man wirklich kaufen „muss“.

Homeoffice bedeutet weniger Zeit in Auto oder Öffis, dafür aber genüsslicheres Frühstück und mehr Raum, um auf die Ernährung zu achten.


Hier einige Übungsvorschläge für dich


1. Werde dir deiner „Resilienzkompetenz“ bewusst

Du schaffst das! Nehme dir ein paar Minuten und Papier zur Hand und beantworte die folgenden Fragen: Welche kleineren oder größeren Krisen habe ich schon mal gemeistert? Was war dein Erfolgsrezept? Was hast du daraus mitgenommen, was dir bei neuen Krisen helfen würde? Wie kannst du Gelerntes aus diesen Erfahrungen auf deine aktuelle Situation überragen?


„Die schwierigste Zeit in unserem Leben ist die beste Gelegenheit, innere Stärke zu entwickeln.“ Dalai Lama

2. Werde dir deiner Talente und Kompetenzen bewusst

Schreibe mindestens 10 Dinge auf, die du wirklich gut kannst. Nun erstelle drei Listen: eine berufliche, eine für alle Beziehungen in deinem Leben, eine bezüglich Hobbies, Leidenschaften. Was davon kann dir derzeit dienlich sein? Dein Humor? Deine Offenheit? Deine Geduld? Deine Freude am kochen zu Hause? Mach dir bewusst, dass du Möglichkeiten hast, um Stress damit zu verringern.


3. Positive Selbstwahrnehmung

Die Wertschätzung der eigenen Person ist bei psychisch widerstandsfähigen Menschen höher. Das macht sie unabhängig von der Anerkennung durch andere. Bewerte dich positiv und sei dir deiner eigenen Fähigkeiten bewusst. Denn der Fokus auf deine Stärken macht dich stärker! Du trägst alle Lösungen und Resourcen bereits mit dir, es geht nur darum, sie zu erkennen.


4. Sammle positive Emotionen

Ob du sie aufschreibst oder ein „Glückstagebuch" führst oder abends

im Bett mal überlegst, was die besten Momente des Tages waren. Halte sie fest. Wenn du nur darauf schaust, wie grimmig alle schauen, dann siehst du auch nur das. Wenn du nach den positiven Momenten schaust, verändert sich hier auch dein Erleben. Hunt the good stuff! (Jage den guten Dingen hinterher, achte auf das Gute).


5. Glaubenssätze entdecken und transformieren

Hierzu wird es einen eigenen Artikel geben, weil ich das so wichtig finde. In Kürze aber hier: Du bist, was du glaubst. Nicht alles, was wir denken ist wirklich wahr, aber wir leben unbewusst danach. Häufige negative Glaubenssätze sind:

Ich bin nicht genug. Ich schaffe das nicht. Ich bin allein. Keiner versteht mich. Ich bin nicht schön. Wir alle haben sie und müssen sie erst entdecken bevor wir sie „umprogrammieren“ können. Schreib sie auf und verändere sie.


Ich bin zu dick …wird z.B. zu… ich habe einen gesunden Körper, der schon so viel ausgehalten hat/ Kinder geboren hat/so viel aushalten kann/so selten krank wird.


Ich muss Geld verdienen, um zu Leben…wird z.B. zu…Ich darf mich einen Beruf wählen, der mir Spass macht und damit Geld verdienen womit ich mir und meiner Familie Wünsche erfüllen kann…


Erlaube dir, jeden einzelnen entdeckten Glaubenssatz zu fühlen, dann ins Positive umzuformulieren, um dann noch einmal zu SPÜREN, wie er sich anfühlt.


6. Pflege deine sozialen Kontakte

In belastenden Situationen hilft ein soziales Netz aus Familienangehörigen, Freunden und Kollegen. Je größer und stabiler das soziale Netz, desto mehr kann mit Unterstützung und Hi

lfe gerechnet werden. Die Hilfe muss noch nicht einmal in Anspruch genommen werden, damit sie die psychischen Belastungen mildert. Allein die Aussicht, dass das soziale Netz Hilfe leisten kann, stärkt die psychische Widerstandsfähigkeit. Aus meiner Sicht geht das in beide Richtungen. Um Hilfe bitten zu können ist nach meiner Ansicht eine Tugend. Wir alle wollen gern stark sein und niemanden brauchen. Gebraucht zu werden, bzw. jemandem helfen zu können dagegen fühlt sich toll an. Auch für deine Freunde! Also warum sich nicht einfach mal helfen lassen und bei Quarantäne das Essen vor die Tür stellen lassen. Frage mal einen Nachbarn wie es ihm geht. Verbinde dich mit denen, die dir guttun. Weise einen lieben Menschen auf seine Stärken hin. Lächle. Es kann so einfach sein.

Du bist nicht allein, wir hängen hier gemeinsam drin. Warum nicht auch miteinander, so gut es eben geht.


Es gibt so viel und gutes Material im Netz zum Thema Resilienz, lass dich inspirieren. Hast du noch andere Ideen, wie du deine Widerstandskrat und Anspassungfähigkeit stärken kannst. Lass uns gern über die Kommentarfunktion teilhaben.


Es gibt im Englischen ein Sprichwort, die den Kern der Resilienz erfasst:


If life deals you lemons, leanr how to make lemonade!

(Wenn dir das Leben dir Zitronen austeilt, dann lerne, wie man Lemonade macht…) Oder wenn es ganz schlimm kommt auch mal einen Cocktail.


Wir schaffen das. Irgendwie und alle zusammen.


Starte wo/wie Du bist, benutze was Du hast… Tue was Dir möglich ist.


Und sei gut zu dir und anderen nach dem Motto: „Sharing is caring!“


Deine Hanna

www.tao-mama.net


#taomama

#resilientdurchdiekrise

#nimmsleicht

#deinwegzudir


Quellen:

Wikipedia.org

Bild: https://resilienzforum.com/innovations-symposium-2016/agile-tools_innovations-symposium_2016_c17-3/

Dr. Christina Berndt: https://www.youtube.com/watch?v=OyqIAxo71Dc

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